Out of the box
Kreative Projekte aus Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft in der Stadt Salzburg
Wie klingt Salzburg? Welche Rolle spielt die Stadtnatur im Alltag? Was verraten uns Bäume über das Miteinander in der Stadt? Und wie lässt sich Salzburg jenseits bekannter Pfade neu entdecken? Mit diesen Fragen treten die vier prämierten Vorhaben von Out of the Box 2026 an – frisch, neugierig und ganz nah am urbanen Leben.
Vier Projekte werden im September und Oktober 2026 umgesetzt. Für jede Initiative stehen bis zu 5.000 Euro bereit. Der Preis der Stadt Salzburg fördert gezielt interdisziplinäre Zusammenarbeit – dort, wo Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtgesellschaft zusammenfinden. Im Fokus: mutige Formate, die den öffentlichen Raum als Bühne, Labor, Treffpunkt und Experimentierfeld nutzen.
Die Auszeichnungen zeigen das kreative Potenzial Salzburgs in seiner ganzen Bandbreite. Gemeinsam mit Bewohner:innen werden Stadtteile erforscht und erlebbar gemacht, ökologische Fragestellungen treffen auf künstlerische Ausdrucksformen, neue Zugänge zur Stadt entstehen. So stärkt Out of the Box nicht nur einzelne Ideen, sondern auch lokale Netzwerke – von Universitäten über die Kulturszene und Institutionen bis hin zu Unternehmen und Zivilgesellschaft.
Nachfolgend stellen wir die ausgezeichneten Projektteams vor:
Das Projekt „Stadt Raum Hörbar“, eingereicht von Florian Brand, Ulrike Hatzer, Carla Stenitzer und Karen Werner, lädt Salzburger:innen dazu ein, den Klang ihrer Stadt zu erkunden. Bewohner:innen verschiedener Stadtteile machen ihr akustisches Salzburg hörbar. In Workshops entstehen Soundformate, die in einer Ausstellung präsentiert und anschließend in einer Live-Radioshow vertieft und besprochen werden. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Studiengangs Applied Theatre und des Instituts für Open Arts der Universität Mozarteum, der Radiofabrik Salzburg und des Medienkünstlers Florian Brand.
Mit „Briefe an die Stadtnatur – ein kollektives Klangarchiv“ verbinden Tian Fu, Xinyue Hu und Sihua Ren Ökologie, Musik und sozialen Stadtraum. In fünf Stadtteilen werden Briefkästen angebracht, über die Bewohner:innen Briefe an die Natur in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft schreiben können. Diese Briefe bilden die Grundlage für musikalische Kompositionen. Die entstandenen Werke werden als digitales Audio-Album veröffentlicht und den Verfasser:innen über QR-Codes und handgeschriebene Postkarten zugänglich gemacht. So entsteht ein kollektives Klangarchiv über die Beziehung zwischen Stadt, Natur und Menschen.
Das Projekt „Becoming (with) trees – Urbane Ko-Choreographien von Bäumen und Menschen“, eingereicht von Angela Hof, Claudia Rohrmoser und Verena Steiner, rückt Stadtbäume und ihre Bedeutung für den urbanen Raum in den Mittelpunkt. Dafür verbindet das Team Forschungsmethoden aus der Stadtökologie mit Zugängen der künstlerischen Forschung. Geplant sind performative Audio-Walks und eine anschließende Ausstellung. Das Projekt schafft ein interaktives Vermittlungsformat, das Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft miteinander in Dialog bringt.
„USE-IT Live – Discovering Salzburg Together“, eingereicht von Amna Azeem, Annabelle Kiefer, Nicole Salazar und Sanjida Anjum Suchi, entwickelt gemeinsam mit Salzburger:innen eine neue Perspektive auf die Stadt. USE-IT ist ein europaweites, nicht-kommerzielles Netzwerk kostenloser Stadtkarten, die von jungen Locals für junge Reisende gestaltet werden. In Workshops entsteht eine Salzburg-Ausgabe mit „Act like a local“-Pfad, „5 Minutes of History“-Stationen und Hidden Salzburg Trails. Damit werden auch Orte abseits der klassischen Innenstadt sichtbar. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Geoinformatik-Studentinnen mit der TSG Salzburg.
Über die einzelnen Termine im Herbst informieren wir rechtzeitig!