Ein Neues Salzburg im Museum

Salzburgs Altstadt ist weltberühmt und von einzigartiger Schönheit – darin sind sich alle einig. Aber Hand aufs Herz: Auch in der beliebten Mozartstadt gibt es Plätze, die durchaus Verbesserungspotenzial hätten.

Neues Salzburg (c) Museum der Moderne

Vierzehn dieser Orte wurden von der Stadtplanung der Stadt Salzburg ausgewählt und von Schweizer Architektur-Studierenden aus Mendrisio weitergedacht und entwickelt. Die Arbeiten verstehen sich als Impulse oder Ideen für die Entwicklung Salzburgs und beinhalten futuristische Utopien genauso wie wünschenswerte Lösungen. Ab 11. November 2017 sind 28 Zukunftsvisionen in der Ausstellung „Neues Salzburg – Zwischen Erinnerung und Zeitgenossenschaft“ im Museum der Moderne zu sehen.

Die Studierenden der Accademia di architettura di Mendrisio an der Università della Svizzera italiana widmeten sich dringenden Fragestellungen zur Zukunft der Stadt Salzburg. 122 Diplomand*innen haben die ausgewählten Bauten, Plätze und Stadträume besucht und von Februar bis Juni 2017 neu gedacht und umgestaltet. Darunter zum Beispiel Areale rund um den Hauptbahnhof, die Schallmooser Hauptstraße, der AVA-Hof, das Messegelände oder der Mönchsberg. Einen Überblick gibt diese Karte.

Betreut wurden die Studierenden von fünfzehn international bekannten Architekt*innen. Direktor des Diplomprojektes ist der Südtiroler Architekt Walter Angonese, Vorsitzender des Gestaltungsbeirates der Stadt Salzburg. Die Planungsabteilung der Stadt Salzburg stellte Archive und Stadtpläne zur Verfügung. Die Initiative Architektur Salzburg organisierte vorbereitende Veranstaltungen für die Studierenden und betreute bei den Exkursionen.

„Die Schweizer Studierenden betrachten Salzburg mit dem nötigen Blick von außen. Sie halten gezielt den Finger auf einige Flecken und zeigen – manchmal futuristisch, manchmal realistisch – was daraus entstehen könnte. Diesen konstruktiven Beitrag zur Entwicklung der Stadt Salzburg finden wir sehr spannend. Als Wissensstadt ist uns der Dialog mit der Bevölkerung besonders wichtig. Deshalb möchten wir gerne die Salzburger*innen zum Diskurs laden und ihre Wünsche, Ideen und Vorschläge für eine lebenswerte Zukunft in Salzburg hören“, so Andreas Schmidbaur, Abteilungsvorstand der Raumplanung und Baubehörde

Als Wissensstadt rufen wir alle Interessierten dazu auf, sich mit dem Thema Neues Salzburg auseinanderzusetzen. Bei einem spannenden Rahmenprogramm mit Expertendiskussion, Führungen und Stadtspaziergängen gibt’s jede Menge Möglichkeiten dazu. Eine Schau in der Wolf-Dietrich-Halle im Schloss Mirabell macht Lust auf die Ausstellung am Mönchsberg. Gezeigt werden exklusive Einblicke in die Arbeitsprozesse sowie Hintergrundinformationen zum Entstehungsprozess.

Besonders interessant ist aber die Sicht der nächsten Generationen. Deshalb arbeiten auf Anregung der Wissensstadt der Verein Architektur, Technik und Schule (at+s) und die Kunstvermittlung des Museums der Moderne ein eigenes Vermittlungskonzept für Schüler*innen aus.

Wie schaut Ihr Neues Salzburg aus?

Rahmenprogramm

11. November 2017, 14–17 Uhr

Wie „neu“ kann Salzburg werden? Projektpräsentationen und Diskussion mit Walter Angonese, Architekt, Kaltern, IT, Professor, Accademia di architettura, Università della Svizzera italiana, CH, Roman Höllbacher, Künstlerischer Leiter, Initiative Architektur, Salzburg, und Max Rieder, Architekt, Salzburg, Moderation: Sabine Breitwieser, Direktorin

18. November 2017, 15 Uhr

Führung und Standortbesichtigung des Areals AVA-Hof mit Alexander Würfl, Baurechtsamt, Stadt Salzburg

23. Januar 2018, 17 Uhr

Diskussion mit den Mitgliedern des Gestaltungsbeirates

27. Januar 2018, 15 Uhr

Führung und Standortbesichtigung des Areals Parkplatz Augustinerbräu mit Andreas Schmidbaur, Raumplanung und Baubehörde, Stadt Salzburg

28. Januar 2018, 15 Uhr

Der Mönchsberg: Ein Stück Natur, ein Fels der Kunst. Führung und Standortbesichtigung des Areals Mönchsberg mit Roman Höllbacher, Künstlerischer Leiter, Initiative Architektur, Salzburg

3. Februar 2018, 15 Uhr

Führung und Spaziergang über den Mönchsberg ins Nonntal mit Andrea Rosenberger-Großschädl, Initiative Architektur, Salzburg

Alle Details zum Rahmenprogramm finden Sie hier.