Call „Blind Date“: neue Begegnungen in der Kultur
Interdisziplinäres Projektformat für junge Kreative
Die Kulturabteilung der Stadt Salzburg startet mit „Blind Date“ einen Open Call, der junge Kunst- und Kulturschaffende, Kreative und Studierende bewusst ins Unbekannte schickt – und genau darin sein Potenzial entfaltet.
Die Kulturabteilung der Stadt Salzburg lädt mit dem neuen Format „Blind Date“ junge Kreative, Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten sowie Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen ein, sich für ein ungewöhnliches interdisziplinäres Projektformat zu bewerben. Das Besondere daran: Wer sich bewirbt, weiß nicht, auf wen er oder sie treffen wird.
Statt fertiger Konzepte oder ausgearbeiteter Projekte steht beim „Blind Date“ die gemeinsame Ideenentwicklung im Mittelpunkt – ohne vorab festgelegte Konstellationen und ohne inhaltliche Vorgaben. Die Teams werden erst nach Auswahl der Einzelbewerbungen durch eine Jury zusammengestellt. Das erste Aufeinandertreffen der Teilnehmer:innen erfolgt bei einem eigens organisierten Vernetzungstreffen der Kulturabteilung. Bestehende Gruppen können nicht einreichen – das Format setzt auf echte, bewusste Begegnung.
Jenseits klassischer Förderformate
„Blind Date“ schafft Raum für Austausch und gemeinsames Experimentieren jenseits klassischer Förderstrukturen, die an vorhandene Konzepte gebunden sind. Gefördert wird der Prozess selbst: die Entwicklung eines gemeinsamen Projekts, dessen Ausgang bewusst im Ungewissen liegt. Gerade dieses Arbeiten ins Unbekannte hinein eröffnet neue Perspektiven, ungewöhnliche Denkweisen und überraschende Ansätze.
So funktioniert das Format
Die interdisziplinären Teams bestehen aus vier bis fünf Personen und arbeiten über einen Zeitraum von drei Monaten, von Anfang September bis Ende November 2026, gemeinsam an der Entwicklung eines Projektkonzepts. Die Treffen der Teams werden individuell, flexibel und eigenständig organisiert. Begleitet wird der Prozess durch eine erfahrene Mentor:in. Nach Verfügbarkeit steht den Teams zudem vorhandene städtische Infrastruktur zur Verfügung, etwa das Probehaus in Gnigl.
Im Dezember 2026 präsentieren alle Teams ihre entwickelten Konzepte im Rahmen eines gemeinsamen Abends.
Pro Team stehen 6.000 Euro für die Projektentwicklung zur Verfügung.
Einzureichen sind:
- Biografie mit klarer Angabe der eigenen Fachrichtung/Sparte
- Derzeitige oder angestrebte Tätigkeit im Kulturbereich
- kurze Motivation (Interessen, Erwartungen an die Zusammenarbeit)
- Verfügbarkeit während des Projektzeitraums (September bis Ende November)
- Nachweis des Lebensmittelpunkts in Salzburg (Meldezettel)
Einreichschluss: 07.06.2026
Einreichungen bitte per E-Mail an: karin.klotzinger@stadt-salzburg.at
Ende Juni 2026 erfolgt ein Vernetzungstreffen mit allen ausgewählten Teilnehmer:innen.


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Anja Manfredi
