Wir sind überzeugt, dass eine hohe Lebensqualität für alle Salzburgerinnen und Salzburger nur mit einer attraktiven Bildungs-, Wissens- und Kreativitätslandschaft erzielt werden kann. Deshalb ist es uns ein Anliegen, dass alle Salzburgerinnen und Salzburger, sowie neu Hergezogene und auch Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen optimale Bedingungen vorfinden.

Universitäten/Fachhochschule

Durch Projekte mit den Hochschulen sollen Vernetzungen ausgebaut und gemeinsame Aktivitäten der Universitäten und Fachhochschule in der Wissensstadt forciert werden. Bestehende Kooperationen werden weiterentwickelt.

  • Erfolgsformat Panorama:Uni: Die Veranstaltungsreihe Panorama:Uni wurde 2016 gestartet und ist eine gemeinsames Projekt der Universität Salzburg, der Wissensstadt sowie der Salzburger Nachrichten. In der Panoramabar in Lehen erzählen WissenschaftlerInnen der Uni Salzburg von ihrem Forschungsbereich. Moderiert wird das Gespräch von Josef Bruckmoser, Redakteur der Salzburger Nachrichten.
  • Lange Nacht der Forschung am 22. April 2016: An 114 Standorte in Salzburg Forschung und Wissenschaft hautnah erleben. Möglich war das u.a. bei der Fachhochschule Salzburg, ZAMG, Pädagogische Hochschule Salzburg, Salzburg Research, Universität Mozarteum, Paris-Lodron-Universität Salzburg, etc. Die Eröffnung der Langen Nacht der Forschung erfolgte durch Bürgermeister Heinz Schaden.
  • Salzburger Vorlesungen: Seit 2009 laden die Paris Lodron Universität und die Stadt Salzburg fünf bis sechs Mal pro Jahr laden zu den Salzburger Vorlesungen ein. Dabei nehmen herausragende Persönlichkeiten des intellektuellen Lebens zu brisanten Themen Stellung und schaffen so einen Treffpunkt von Gesellschaft und Wissenschaft.
  • Scientist in Residence (SIR): Seit 2006 bietet die Stadt Salzburg ein Scientists-in-Residence-Programm, an dem WissenschafterInnen und LiteratInnen aus der ganzen Welt teilnehmen können. Das Programm unterstützt universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in der Stadt Salzburg, indem internationale Persönlichkeiten des wissenschaftlichen Lebens und interessante, junge WissenschafterInnen eingeladen werden, um gemeinsame Forschungsprojekte oder Veranstaltungen zu verwirklichen.
  • Unterstützung von Vorträgen, Lesungen, Veranstaltungen etc. unserer Kooperationspartner
  • Ausschreibung von Stipendien (z.B. Robert-Jungk Forschungsstipendium, Stefan-Zweig Stipendium, H.C. Artmann Stipendium, Erika-Weinzierl-Forschungsstipendium – gemeinsam mit der Universität Salzburg)
  • Ausschreibung von Preisen (z.B. Marko Feingold Preis gemeinsam mit der Universität Salzburg und dem Land Salzburg, Wissenschaftspreis des Kulturfonds der Stadt Salzburg, Förderpreis für Wissenschaft des Kulturfonds der Stadt Salzburg)

 

Natur und MINT-Projekte

Die Vergabe von Projekten aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) an städtischen Kindergärten und Schulen wird besonders gefördert. Als Beispiel ist hier die Spürnasenecke zu nennen. Bereits sieben städtische Kindergärten sind mit der Einrichtung zum Experimentieren und Forschen ausgestattet. Sie umfasst eigens an der Fachhochschule Kuchl entwickelte Möbel, verschiedene Forscherutensilien aus den Gebieten Biologie, Chemie, Physik und Technik, die pädagogische Einschulung und Weiterbildung der PädagogInnen und im Fall des Kindergartens Liefering 1 zwei Achatschnecken.

Außerdem erhalten Anbieter von Freizeitaktivitäten mit MINT-Schwerpunkt eine spezielle Förderung. Dazu zählen:

 

Bildungscampus Gnigl

Eine bisher einzigartige Verknüpfung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wird derzeit in Gnigl gebaut. Der Bildungscampus vereint Kindergarten, Volksschule und Nachmittagsbetreuung und schafft dadurch ein integriertes Schulkonzept für Drei- bis Zehnjährige. Als Niedrigenergie-Gebäude ist der Bildungscampus auch ein weiteres Smart City-Vorzeigeprojekt in der Wissensstadt.

 

Migrationsarchiv

Die Wissensstadt Salzburg beschloss 2014, ein Migrationsarchiv als gemeinsames Projekt von Universität Salzburg und Stadtarchiv Salzburg zu errichten. Denn obwohl die Geschichte der Stadt Salzburg über Jahrhunderte durch Zu- und Abwanderung geprägt wurde, ist die Migrationsgeschichte Salzburgs bisher noch kaum thematisiert worden. Das Projekt sammelt Dokumente und Quellen zur Geschichte der Migration in Salzburg und dokumentiert damit die Geschichte der Zu- und Abwanderung. Am 9. Juni 2017 wurde das Migrationsarchiv im Haus der Stadtgeschichte erstmals präsentiert.

Das Migrationsarchiv geht von einem weit gefassten Begriff von Migration aus und umfasst auch den Aspekt der Mobilität. Drei inhaltliche Schwerpunkte wurden dabei gesetzt:

  • Arbeitsmigration nach Salzburg seit den 1960er Jahren
  • Binnenwanderung innerhalb Salzburg, Österreich und Europa
  • Auswanderung aus Salzburg

Für die Stadt Salzburg ist der Aufbau eines Migrationsarchivs ein wichtiger Schritt. Dadurch wird aufgezeigt, dass die Geschichte der Migration längst Teil der Salzburger Stadtgeschichte geworden ist.

In den Jahren 2013 und 2014 gab es bereits eine Ausstellung der Migrationsstadt Salzburg am Markartsteg. 2013 trug die Ausstellung den Titel „Der lange Blick zurück bis 1960“ und erzählte von den umfangreichen Zu- wie auch Abwanderungen aus der Stadt. Neben den Ansiedlungen der römischen und keltischen Bevölkerung im Salzburger Raum, zählten auch die Gründer der Stadt und der Universität zu ZuwanderInnen. Die Ausstellung 2014 – „Der kurze Blick zurück 1960 bis 1990“ thematisierte die sogenannte „Gastarbeiter“-Migration seit den 1960er Jahren.

Das Ziel der Ausstellungen im öffentlichen Raum war es, aufzuzeigen, in welch unterschiedlicher und vielfältiger Weise diese Menschen durch ihre Arbeit, ihre Betriebsgründungen oder durch ihre mitgebrachte Kultur zur Stadtentwicklung und zur Erweiterung der Vielfalt in der Stadt Salzburg in den letzten Jahrzehnten beigetragen haben.