Tage der Archive bringen Außergewöhnliches ans Licht

Sie öffneten ihre Depots und zeigten ihre wertvollen Schätze: von 7. bis 9. Juni 2018 holten die Salzburger Archive ans Tageslicht, was sonst nur verborgen in den Speichern und Depots lagert. Die Veranstaltungen im Rahmen der Tage der Archive lüfteten so manche Geheimnisse und zeigten, was sich in der Wissensstadt Salzburg verbirgt.

Die Stadt Salzburg weiß viele Geschichten zu erzählen, ist sie doch seit Jahrhunderten Residenzstadt, Handelsplatz, Drehscheibe für Kunst, Kultur und Wissen sowie Anziehungspunkt für internationale Gäste.

Alte Dokumente, wertvolle Objekte, Bücher oder Fotografien, die von vergangenen Zeiten erzählen, lagern in den Archiven der Stadt. Dort werden sie entsprechend aufbewahrt, restauriert und für die Nachwelt aufgehoben. Es sind ganz alltägliche Dinge oder aber regelrechte Schätze, die nur behutsam mit Baumwollhandschuhen berührt werden dürfen.

Ein paar Highlights aus dem Programm 2018 haben wir hier zusammengefasst.

Viele dieser Zeitzeugnisse wurden drei Tage lang vor den Vorhang geholt und der Öffentlichkeit präsentiert. Zehn Archive beteiligten sich mit Führungen, Workshops und Vorträgen. Die breite Themenvielfalt zeigte das Spektrum der Archivarbeit: Restauration, Literatur, Stadtgeschichte, Neue Medien, Familien- sowie Haus- und Hofforschung, „Stille Nacht“-Jubiläum, Fotografie oder Einblicke in die Geschichte Salzburger Institutionen (Uni Salzburg, Uni Mozarteum, Salzburger Festspiele). Das vollständige Programm kann im Folder nachgelesen werden.

Die Tage der Archive sind eine Reihe von Veranstaltungen, die die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen gesellschaftlichen Funktionen der Archive lenken und archivische Arbeit sichtbar machen. Archive bewahren und speichern Kultur und Wissen und tragen mit der Erforschung der Vergangenheit auch zu einem größeren Verständnis für die Gegenwart bei.

Es beteiligten sich die folgenden Einrichtungen:

  • Archiv der Erzabtei St. Peter
  • Archiv der Erzdiözese Salzburg
  • Archiv der Salzburger Festspiele
  • Fotohof Archiv
  • Stadtarchiv Salzburg | Haus der Stadtgeschichte
  • Kunst-ARCHIV-Raum der Universität Mozarteum
  • Literaturarchiv Salzburg
  • Salzburg Museum
  • Salzburger Landesarchiv
  • Universitätsarchiv in der Universitätsbibliothek Salzburg

Die Tage der Archive 2018 lockten 500 Besucher*innen. Hier ein kleiner Rückblick.

 

 

Salzburg ist Kulturstadt und zieht damit unzählige Künstlerinnen und Künstler an. Damit ist Salzburg weit über seine Grenzen bekannt. Doch auch in Punkto Wissen hat Salzburg einiges zu bieten. Egal ob exzellente Absolventinnen und Absolventen der Salzburger Hochschulen, Studiengänge wie Data Science oder Smart Building oder MINT-Förderung im Kindergarten – wir freuen uns über das hohe Potential an kreativen Köpfen, die die Stadt bereichern. Dieses Wissen ist unser wertvollster Rohstoff für die Zukunft. Wissen schafft künftige Arbeitsplätze und Innovation für die Stadt Salzburg. Durch den intensiven Austausch und das Vernetzten zwischen Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft fördern wir den Wissensstandort Salzburg.

Literatur fördern

Wissensstadt Salzburg Wissensmonat Rauchmühle

Volker Weiß präsentierte sein Buch “Die autoritäre Revolte”.

Die Wissensstadt fördert aktuelle Literatur-Projekte mit Wissensbezug. Unterstützt wird zum Beispiel das Netzkulturprojekt Pingeb.org, das es mittels einer App ermöglicht, Salzburger Autorinnen und Autoren im öffentlichen Raum entdecken zu können.

Oder aber auch mosaik, eine Plattform für Literatur und Kultur, die sich verstärkt für Salzburg als Zentrum für junge Literatur einsetzt. Im Mai 2017 fand mit klein & laut das erste Treffen unabhängiger zeitgenössischer Literaturzeitschriften in Salzburg statt. 25 TeilnehmerInnen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum diskutierten an zwei Tagen Strategien und Herausforderungen sowie gemeinsame Ansätze für die Zukunft.

 

Startups unterstützen

Wissensstadt Salzburg Startup

Die Stadt Salzburg ist offiziell Unterstützerin von Startup Salzburg.

Als Wissensstadt ist es uns ein besonderes Anliegen, kreative und engagierte Menschen zu beheimaten. Wenn diese auch noch ein Unternehmen gründen, so freut es uns, dass die Wissensstadt wächst. Seit Dezember 2016 kooperieren wir mit Startup Salzburg, der Netzwerkinitiative der ITG – Innovationsservice für Salzburg, um jungen Menschen bei der Unternehmensgründung einen Startvorteil zu verschaffen.

Weil wir den Gründerinnen und Gründern den Anfang ihrer Selbständigkeit erleichtern möchten, fördert die Stadt Salzburg die Ansiedlung von Startups mit einem Beratungsangebot und Mietförderung.

 

Kreative Leerstandsnutzung

Wissensstadt Salzburg SUPER Leerstand

Die SUPER-Initiative füllt Leerstände in der Stadt Salzburg.

Leere Räume sollen in der Wissensstadt sinnvoll genutzt werden – darum kümmert sich der Verein SUPER – eine Initiative zur Nutzung von Leerständen als Handlungsräume für Kultur und Wissen. Die Initiative SUPER vermittelt zwischen den EigentümerInnen von Immobilien, den EntscheidungsträgerInnen von privater wie öffentlicher Hand und den ZwischennutzerInnen, damit die Räume auch effektiv bespielt werden. Theateraufführungen, Pop-Up-Stores, Büros für Start-up-Unternehmen oder Studios und Ateliers für Kreative und junge KünstlerInnen – die flexible Zwischennutzung eröffnet neue Möglichkeiten und bereichert die Wissensstadt.

„Der Wissensstadt Salzburg ist es wichtig leerstehende Räume wieder zu beleben und für originelle Projekte und neue Ideen zu öffnen. Das Zur-Verfügung-Stellen von Raum unterstützt die Kreativitäts- und Innovationsfähigkeit von Salzburg und macht die Wissensstadt lebendig“, so Christine Tyma, Projektleiterin der Wissensstadt.  Der Begriff SUPER leitet sich aus der im Amerikanischen gebräuchlichen Kurzform für Superintendent her, ein Begriff, der für Hausmeister und Hausverwalter Verwendung findet.

“Durch’s Reden kommen d’Leut zaum”, sagt man. Das gilt auch für die Wissensstadt. Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, passiert nicht viel Neues. Das ist uns aber wichtig, da Salzburg nur so ein innovatives und dynamisches Pflaster bleibt. Ständiges Weiterentwickeln ist nicht nur für die Einrichtungen und die Menschen, die dort arbeiten, wichtig, auch der Standort Salzburg profitiert von moderner Wissensarbeit.

Deshalb setzen wir uns ein für Vielfalt, Austausch und gemeinsames, kreatives Arbeiten. Die Wissensstadt braucht das Zusammentreffen von unterschiedlichen Menschen, um sich ständig weiterzuentwickeln. So zum Beispiel bei unseren Veranstaltungen, wie den Wissenstagen und dem Wissensmonat: Volkschülerinnen und -schüler berechnen mit Geoinformatikdaten den sichersten Schulweg. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der PMU und der Uni Salzburg informieren gemeinsam über das Gehirn, seine Funktionen und Leistungen. Freizeitforscherinnen und -forscher fachsimpeln mit den Profis aus dem Labor.  Ein Siebenjähriger Hobby-Entomologe darf der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe im Haus der Natur bei der Artenbestimmung von Schmetterlingen helfen. Dinge wie diese ergeben sich, wenn Salzburgerinnen und Salzburger auf Wissenschaftler und Forscherinnen treffen. Wir finden Begegnungen wie diese spannend und bereichernd für beide Seiten.

Die Wissensstadt vernetzt die Wissenseinrichtungen in der Stadt Salzburg untereinander, sie fördert aber auch die Vernetzung der Einrichtungen und Institutionen mit der Bevölkerung. Dies geschieht vor allem durch persönliche Kontakte und unsere Kommunikationsmaßnahmen.

Kommen Sie mit uns in Kontakt

In die Planung der Öffentlichkeitsarbeit der Wissensstadt wurden von Beginn an Öffentlichkeitsarbeiterinnen und -arbeiter von großen Wissenseinrichtungen mit einbezogen. Mit unserer Kommunikation verfolgen wir das Ziel die Wissensangebote in der Stadt Salzburg besser sichtbar zu machen, die Attraktivität des Standorts zu kommunizieren, das Profil der Wissensstadt zu stärken und die Vielfalt des Angebots bekannter zu machen. Außerdem sollen die einzelnen Einrichtungen und Institutionen vor den Vorhang geholt werden und ihre (Forschungs-)Leistungen sichtbar und für die Salzburgerinnen und Salzburger greifbar und verständlich aufbereitet werden. Die verstärkte Kommunikation nach außen ermöglicht es uns mit den verschiedenen Wissenseinrichtungen und der Bevölkerung in einen Dialog zu treten.

  • Die Wissensstadt präsentiert sich auf Facebook.
  • Einmal im Monat informiert ein Newsletter über Aktivitäten der Wissensstadt.
  • Lernen Sie uns kennen bei der einen oder anderen Veranstaltung.

 

 

 

 

 

Wir sind überzeugt, dass eine hohe Lebensqualität für alle Salzburger*innen nur mit einer attraktiven Bildungs-, Wissens- und Kreativitätslandschaft erzielt werden kann. Deshalb ist es uns ein Anliegen, dass alle Salzburger*innen, sowie neu Hergezogene und auch Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen optimale Bedingungen vorfinden.

Universitäten/Fachhochschule

Durch Projekte mit den Hochschulen sollen Vernetzungen ausgebaut und gemeinsame Aktivitäten der Universitäten und Fachhochschule in der Wissensstadt forciert werden. Bestehende Kooperationen werden weiterentwickelt.

  • Erfolgsformat Panorama:Uni: Die Veranstaltungsreihe Panorama:Uni wurde 2016 gestartet und ist eine gemeinsames Projekt der Universität Salzburg, der Wissensstadt sowie der Salzburger Nachrichten. In der Panoramabar in Lehen erzählen Wissenschaftler*innen der Uni Salzburg von ihrem Forschungsbereich. Moderiert wird das Gespräch von Josef Bruckmoser, Redakteur der Salzburger Nachrichten.
  • Lange Nacht der Forschung am 22. April 2016: An 114 Standorte in Salzburg Forschung und Wissenschaft hautnah erleben. Möglich war das u.a. bei der Fachhochschule Salzburg, ZAMG, Pädagogische Hochschule Salzburg, Salzburg Research, Universität Mozarteum, Paris-Lodron-Universität Salzburg, etc. Die Eröffnung der Langen Nacht der Forschung erfolgte durch Bürgermeister Heinz Schaden.
  • Salzburger Vorlesungen: Seit 2009 laden die Paris Lodron Universität und die Stadt Salzburg fünf bis sechs Mal pro Jahr laden zu den Salzburger Vorlesungen ein. Dabei nehmen herausragende Persönlichkeiten des intellektuellen Lebens zu brisanten Themen Stellung und schaffen so einen Treffpunkt von Gesellschaft und Wissenschaft.
  • Scientist in Residence (SIR): Seit 2006 bietet die Stadt Salzburg ein Scientists-in-Residence-Programm, an dem Wissenschafter*innen und Literat*innen aus der ganzen Welt teilnehmen können. Das Programm unterstützt universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in der Stadt Salzburg, indem internationale Persönlichkeiten des wissenschaftlichen Lebens und interessante, junge Wissenschafter*innen eingeladen werden, um gemeinsame Forschungsprojekte oder Veranstaltungen zu verwirklichen.
  • Unterstützung von Vorträgen, Lesungen, Veranstaltungen etc. unserer Kooperationspartner
  • Ausschreibung von Stipendien (z.B. Robert-Jungk Forschungsstipendium, Stefan-Zweig Stipendium, H.C. Artmann Stipendium, Erika-Weinzierl-Forschungsstipendium – gemeinsam mit der Universität Salzburg)
  • Ausschreibung von Preisen (z.B. Marko Feingold Preis gemeinsam mit der Universität Salzburg und dem Land Salzburg, Wissenschaftspreis des Kulturfonds der Stadt Salzburg, Förderpreis für Wissenschaft des Kulturfonds der Stadt Salzburg)

 

Natur und MINT-Projekte

Wissensstadt Salzburg Kindergarten Spürnasenecke

Im Kindergarten Liefering 1 wohnen zwei Achatschnecken in der Spürnasenecke und dienen den Kindern als Forschungsobjekte. Wie lange braucht die Schnecke bis zur Wassermelone?

Die Vergabe von Projekten aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) an städtischen Kindergärten und Schulen wird besonders gefördert. Als Beispiel ist hier die Spürnasenecke zu nennen. Bereits sieben städtische Kindergärten sind mit der Einrichtung zum Experimentieren und Forschen ausgestattet. Sie umfasst eigens an der Fachhochschule Kuchl entwickelte Möbel, verschiedene Forscherutensilien aus den Gebieten Biologie, Chemie, Physik und Technik, die pädagogische Einschulung und Weiterbildung der Pädagog*innen und im Fall des Kindergartens Liefering 1 zwei Achatschnecken.

Außerdem erhalten Anbieter von Freizeitaktivitäten mit MINT-Schwerpunkt eine spezielle Förderung. Dazu zählen:

 

Bildungscampus Gnigl

Eine bisher einzigartige Verknüpfung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wird derzeit in Gnigl gebaut. Der Bildungscampus vereint Kindergarten, Volksschule und Nachmittagsbetreuung und schafft dadurch ein integriertes Schulkonzept für Drei- bis Zehnjährige. Als Niedrigenergie-Gebäude ist der Bildungscampus auch ein weiteres Smart City-Vorzeigeprojekt in der Wissensstadt.

 

Migrationsarchiv

Die Wissensstadt Salzburg beschloss 2014, ein Migrationsarchiv als gemeinsames Projekt von Universität Salzburg und Stadtarchiv Salzburg zu errichten. Denn obwohl die Geschichte der Stadt Salzburg über Jahrhunderte durch Zu- und Abwanderung geprägt wurde, ist die Migrationsgeschichte Salzburgs bisher noch kaum thematisiert worden. Das Projekt sammelt Dokumente und Quellen zur Geschichte der Migration in Salzburg und dokumentiert damit die Geschichte der Zu- und Abwanderung. Am 9. Juni 2017 wurde das Migrationsarchiv im Haus der Stadtgeschichte erstmals präsentiert.

Das Migrationsarchiv geht von einem weit gefassten Begriff von Migration aus und umfasst auch den Aspekt der Mobilität. Drei inhaltliche Schwerpunkte wurden dabei gesetzt:

  • Arbeitsmigration nach Salzburg seit den 1960er Jahren
  • Binnenwanderung innerhalb Salzburg, Österreich und Europa
  • Auswanderung aus Salzburg

Für die Stadt Salzburg ist der Aufbau eines Migrationsarchivs ein wichtiger Schritt. Dadurch wird aufgezeigt, dass die Geschichte der Migration längst Teil der Salzburger Stadtgeschichte geworden ist.

In den Jahren 2013 und 2014 gab es bereits eine Ausstellung der Migrationsstadt Salzburg am Markartsteg. 2013 trug die Ausstellung den Titel „Der lange Blick zurück bis 1960“ und erzählte von den umfangreichen Zu- wie auch Abwanderungen aus der Stadt. Neben den Ansiedlungen der römischen und keltischen Bevölkerung im Salzburger Raum, zählten auch die Gründer der Stadt und der Universität zu Zuwander*innen. Die Ausstellung 2014 – „Der kurze Blick zurück 1960 bis 1990“ thematisierte die sogenannte „Gastarbeiter“-Migration seit den 1960er Jahren.

Das Ziel der Ausstellungen im öffentlichen Raum war es, aufzuzeigen, in welch unterschiedlicher und vielfältiger Weise diese Menschen durch ihre Arbeit, ihre Betriebsgründungen oder durch ihre mitgebrachte Kultur zur Stadtentwicklung und zur Erweiterung der Vielfalt in der Stadt Salzburg in den letzten Jahrzehnten beigetragen haben.

 

Wissenschaftliche Erkenntnisse der Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Entwicklungsabteilungen sollen auch für ein blühendes Wirtschafts- und Gesellschaftsleben zur Verfügung stehen, und umgekehrt. Von der Entwicklung der Wissensstadt Salzburg profitieren alle, die hier leben, arbeiten und studieren.

Willkommen in der Wissensstadt

Wissensstadt Salzburg Welcome Studierende

Die Wissensstadt Salzburg heißt die Studienanfänger*innen der Uni Salzburg herzlich willkommen. Bei den Welcome Days gibt es Wissensbeutel, gefüllt mit praktischen Begleitern für den Uni-Alltag.

Die Wissensstadt heißt „Neuankömmlinge“ herzlich willkommen! Seit dem Wintersemester 2016/17 werden Studierende im Rahmen der Welcome Days der Universität Salzburg mit einem Wissensstadt-Beutel willkommen geheißen. Darin befinden sich alle notwendigen Informationen für einen guten Start für das Studium in Salzburg.

Außerdem heißt die Stadt neue Salzburgerinnen und Salzburg im Forschungsbereich willkommen. Dazu soll das bestehende Angebot an „Willkommenspaketen“ gesichtet werden, um es dann ggf. zu ergänzen bzw. entsprechend zu adaptieren. Auf diese Weise soll die gezielte Ansiedlung von Betrieben und WissenschaftlerInnen in Salzburg gefördert werden.

 

 

Science City Itzling

Das Techno-Z in Itzling ist eine Drehscheibe für Forschung, Ausbildung und Vernetzung. Viele Firmen und Einrichtungen aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Informations- und Kommunikationstechnologien, Computertechnik sowie Aus- und Weiterbildung haben sich dort angesiedelt.

Am Global Gis Day eröffnete der Fachbereich Geoinformatik das iDEAS:lab, einen spannenden Lern- und Forschungsraum für Schule, Wirtschaft und Wissenschaft im TechnoZ. Das Z_GIS stellt geoinformatische Technologien auf 200 Quadratmeter einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Angebot bildet eine Brücke zwischen realer und virtuellen Welten und vermittelt anschaulich u.a. Geomedien-Kompetenz.

 

Wissensstadt Salzburg Science City Itzling Laborgebäude

Das neue Laborgebäude in der Science City Itzling beherbergt den Fachbereich Chemie und Physik der Materialien.

Im März 2017 wurde das neue Laborgebäude der naturwissenschaftlichen Fakultät der Paris-Lodron-Universität als ein neuer Teil des Gesamtprojektes Science City Itzling eröffnet. Darin befindet sich der Fachbereich Chemie und Physik der Materialien. Der Neubau kombiniert erfolgreiche Forschung, exzellente Ausbildung und moderne Infrastruktur. Auf rund 6.500 Quadratmetern lehren, arbeiten und forschen nun 100 Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Chemie und Physik der Materialien. Außerdem ist im Gebäude Platz für etwa 450 Studierende.

Der 2006 gegründete Fachbereich Chemie und Physik der Materialien ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der sich über die Disziplinen Chemie, Physik, Mineralogie und Materialwissenschaften erstreckt. Woran und wie genau gearbeitet wird, erklärt folgendes Video.

 

Materials Matter (University Salzburg)

 

Der Stadtteil Itzling wird dadurch als Hotspot für Ausbildung, Forschung und Entwicklung entscheidend aufgewertet. Diese Standortfaktoren sind für die zukünftige wirtschaftspolitische Attraktivität der Stadt Salzburg bestimmend. Die Positionierung von Iztling als Science City und zentraler Wissensstandort wird von der Wissensstadt Salzburg stark unterstützt und durch gemeinsame Projekte bestärkt. Im März 2017 hat die Stadt die Weichen für die Weiterentwicklung der Science City gestellt. Beschlossen wurde ein Mix aus kurz- und mittelfristigen Maßnahmen für den Ausbau der Science City, des Weiteren wurden für die Erweiterung notwendige Flächen identifiziert und ein Kaufinteresse deponiert.

 

Life Science

Die Stadt Salzburg verzeichnet eine große Forschungskompetenz im Bereich Life Science, auch bekannt als Lebens- und Biowissenschaften. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU), der Schwerpunkt Biowissenschaften und Gesundheit an der Paris Lodron Universität, die Fachhochschule Salzburg mit den Gesundheitswissenschaften und technischen Life-Science-Studiengängen und das Universitätsklinikum Salzburg stellen den zentralen Kompetenzkern für Life Science in der Wissensstadt dar. Zwischen diesen Institutionen hat sich eine enge Kooperation in der Forschung entwickelt. Salzburg kann sich dadurch über einen regen wissenschaftlichen Austausch, spitzenmedizinische Interdisziplinarität und hoher Anwendungskompetenz erfreuen.

Die Salzburger Life Science ist auch international sehr gut vernetzt, so arbeiten die PMU als auch die Paris Lodron Universität mit internationalen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammen. Daraus sind fachübergreifende Forschungs- und Entwicklungsthemen entstanden. Das Spektrum reicht von Kooperationen mit Unternehmen bis hin zu internationalen Forschungsprojekten. Beispiele dafür sind die Schwerpunktbildungen an den Biowissenschaften im Bereich „Allergy, Tumor and Nano Science“, der Fachbereich Sportwissenschaften oder der Fachbereich Computerwissenschaften an der Universität Salzburg, die mit biomechanischen und medizinischen IKT-Anwendungen sowie bildgebenden Verfahren arbeiten.

Die wesentlichen Bildungszentren in der Wissensstadt genießen einen ausgezeichneten Ruf und ihre AbsolventInnen zählen zu heiß begehrten Fachkräften. Besonders im Bereich Biowissenschaften verfügt der Standort Salzburg über ein großes Fachkräftepotenzial.

Die spezifischen Produktionsanforderungen sowie die notwendigen Forschungsinfrastrukturen sind sowohl für GründerInnen als auch für Betriebsweiterentwicklungen und -neuansiedlungen von großer Bedeutung. Salzburg weist eine kleine, aber sehr aktive Life-Science-Wirtschaft auf. Weltmarktführer, global agierende Konzerne, aber auch innovative Mittelstandsunternehmen und kreative Start-ups sind in der Wissensstadt angesiedelt.

 

Das STADTWERK in Lehen vereint Wohnen, Arbeiten und Lernen an einem Standort.

Das STADTWERK in Lehen vereint Wohnen, Arbeiten und Lernen an einem Standort. (c) Wissensstadt

Standort STADTWERK

Das STADTWERK, das ehemalige Stadtwerkeareal in Lehen, soll sich auch zukünftig als Knotenpunkt für den Bereich Life Science etablieren. Neben Kreativwirtschaft wird dort auch der Kompetenzbereich Life Science verankert. Viele Betriebe und Einrichtungen aus den Bereichen Medizin, Gesundheit und Wissenschaft haben sich dort angesiedelt. So zum Beispiel medizinische Labors oder die Paracelsus Medizinische Privatuniversität, die an diesem Standort besonders von der Nähe zum Universitätsklinikum profitiert.

 

 

Creative City in der Rauchmühle

Wissensstadt Salzburg Rauchmühle

Die Rauchmühle in Lehen bei Nacht.

Die seit 2011 leerstehende Rauchmühle in Lehen ist im Umbruch. Anfang Februar 2017 startete der Abbruch des über 40 Meter hohen Stahlbetonsilos aus den 1980er Jahren. Anlässlich dieses Meilensteins informierten PRISMA, Salzburg Wohnbau und die Stadt Salzburg über den aktuellen Projektstand und die Weiterentwicklung des neuen Quartiers bei einer Pressekonferenz.

Auf dem Areal entstehen bis 2019 rund 220 neue Wohnungen. Die bauhistorisch wertvollen Bauteile, wie die Ceconi-Villa, das alte Mühlenhaus, der alte Silo und das Maschinenhaus bleiben erhalten. Darin sollen Räume für die Kulturszene und die Kreativwirtschaft entstehen.  Die Stadt Salzburg setzt in der Rauchmühle und dem daran angeschlossenen alten Silo stark auf die Vernetzung von Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur. Auf rund 4.500 m² entstehen offene Proberäume und Büros sowie frei verfügbare Werkstätten, die die Rauchmühle zu einem neuen Hotspot in der Wissensstadt Salzburg machen.

Bürgermeister Heinz Schaden begrüßt die Wiederbelebung der Rauchmühle und hebt hervor: „Für den Stadtteil Lehen wird die Rauchmühle durch ihre innovative Nutzung eine echte Bereicherung darstellen. Neben dem neuen Wohn- und Lebensraum wird hier ein offenes Zentrum für kreatives Arbeiten aller Art etabliert. Als Wissensstadt ist es uns ein großes Anliegen, moderne, flexible Arbeitsräume zu schaffen, die frei zugänglich sind und den kreativen Austausch fördern. Die Rauchmühle bereichert das Leben in Salzburg und setzt, als weiteres Vorzeigeprojekt, neue Impulse für den Stadtteil Lehen.“

Durch ein modernes Nutzungskonzept wird die Rauchmühle zum innovativen Thinktank und eröffnet ungezwungenes Ausprobieren genauso wie kreative Teamarbeit mitten in der Stadt Salzburg. Längerfristig gesehen soll die Rauchmühle mit ihren Vereinen, Kreativen, KünstlerInnen und jungen UnternehmerInnen ein inspirierendes Umfeld mit hoher Außenwirkung erschaffen. „Die Stadt entwickelt die Rauchmühle zu einem Zentrum entlang der drei Leitlinien offenes Proben – offenes Arbeiten – offenes Experimentieren. Kultur und Wissen auf diese Weise zu kombinieren, bietet die Möglichkeit, einen neuen Standort in der Wissensstadt mit großem Potenzial für die Zukunft zu schaffen“, betont Ingrid Tröger-Gordon, Leiterin der Kulturabteilung der Stadt Salzburg.
Einen Vorgeschmack auf die kreative Nutzung der Rauchmühle gab es im Wissensmonat, wo verschiedene Aktionen rund um Forschung, Technik, Wissenschaft und Kunst den alten Industriemauern wieder Leben einhauchten.

 

120 Veranstaltungen mit mehr als 60 PartnerInnen – das war der Wissensmonat 2017. Nach den erfolgreichen Wissenstagen im November 2016 haben wir uns das Ziel gesetzt ein Monat lang mit Wissen zu füllen. Von 28. April bis 3. Juni 2017 stand die Stadt ganz im Zeichen des Wissens. Nach intensiver Planung und Organisation freute es uns umso mehr, dass ca. 5.000 Wissbegierigen dem Motto „Jetzt Zukunft erleben“ folgten und das bunt gemischte Veranstaltungsprogramm rund um Führungen, Workshops, Vorträge oder Mitmach-Stationen in Anspruch nahmen.

2016 haben wir bereits fürs Wissensmonat Mai “geprobt”. Von 4. bis 5. November 2016 hieß es in Salzburg: Bühne frei für Wissenschaft.

Mit einer interaktiven Schau rund ums Wissen lockte die Wissensstadt Salzburg ins AREA Lab. Bei freiem Eintritt präsentierten sich verschiedene Institutionen und luden zum Mitmachen ein. 800 Menschen kamen, um einen Einblick in die vielseitige Wissenslandschaft Salzburgs zu bekommen. Mit dabei waren die Universität Salzburg, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität, die Stadt:Bibliothek, das Haus der Stadtgeschichte, die Fachhochschule Salzburg, die Volkshochschule sowie die Start-ups Purismo und Polycular.

„Die Wissenstage waren ein voller Erfolg“, freut sich Projektleiterin Christine Tyma. „Die Schau war eine gute Möglichkeit, die wertvolle Wissensarbeit, die täglich in der Stadt Salzburg passiert, einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Wir freuen uns über das sehr positive Feedback – von den Einrichtungen wie auch vom Publikum. Das Wissen wird vor allem anschaulich und interaktiv präsentiert und das macht den Leuten sichtlich Spaß!“

„Der Erfolg der vergangenen zwei Tage zeigt uns, dass wir mit der gezielten Förderung von Bildung und Wissen auf dem richtigen Weg sind“, so Bürgermeister Heinz Schaden. „Die Initiative Wissensstadt Salzburg setzt sich zum Ziel die mehr als 500 Wissenseinrichtungen in der Stadt Salzburg verstärkt zu vernetzen und deren Wissensarbeit interessierten SalzburgerInnen zugänglich zu machen. Mit den Wissenstagen haben wir einen wichtigen Akzent gesetzt und freuen uns über die Neugier, die wir unter den BesucherInnen geweckt haben.“

Vielfältiges Programm zum Mitmachen

Ein echtes Kalbsgehirn anfassen, junge Literatur kennenlernen, 3-D-Drucker ausprobieren, in E-Books schmökern, knifflige Umlernaufgaben meistern oder eine Runde im Flugsimulator drehen – das und vieles mehr boten die Wissenstage und sorgten damit für großes Staunen.