Die Tage der Archive finden heuer in einer besonderen Ausgabe statt: Fünfzehn Einrichtungen setzen ein digitales Zeichen und rücken ihr Online-Angebot in den Fokus. Themenspezifische Plattformen und Datenbanken vermitteln das Wissen aus den Einrichtungen und machen es im Netz frei zugänglich.

„In diesem Jahr soll die Aufmerksamkeit auf die wichtige Tätigkeit der Archive und ihr großes Online-Angebot gelenkt werden. Digitalisierung ermöglicht den Wissenstransfer in die breite Bevölkerung und erleichtert den Zugang zu historischen Informationen über Salzburgs Grenzen hinweg. Die innovativen Datenbanken können orts- und zeitunabhängig von allen genutzt werden – egal, ob Forscherin oder Hobby-Historiker“, lädt Bürgermeister Harald Preuner ein, einen Blick in das digitale Angebot der Salzburger Archive zu werfen.

So gibt es im Internet Sammlungen von Urkunden, Dokumenten, Landkarten und Liederbücher zum Heranzoomen und Durchklicken. Virtuelle Ausstellungsbesuche werden ebenso möglich wie detaillierte Einblicke in den Haushalt einer Kaufmannsfamilie oder in Leben und Werk von Stefan Zweig. Zur Angebotsübersicht geht’s hier entlang.

Online-Plattformen als erweitertes Wissensangebot

Für die Tage der Archive 2020 konnten erstmals fünfzehn Archive gewonnen werden. Das umfangreiche, von langer Hand geplante Programm wird auf 2021 verschoben.

„Neben der klassischen Bestandserhaltung zählt auch die Digitalisierung und Online-Bereitstellung von Kulturgut zum Tätigkeitsspektrum der Archive. So sind sie nicht nur Kultur- und Wissenseinrichtungen, sondern auch Informationsdienstleister. Mit ihrem digitalen Angebot erreichen sie neue Zielgruppen und machen verlässliche Quellen frei zugänglich. Denn gerade die fachliche Kompetenz der Archive und ihre wichtige Rolle für die Wissensorganisation der Gesellschaft gewinnen im Zeitalter der Informationsfülle zunehmend an Bedeutung“, lobt Kulturressort-Chef und Vizebürgermeister Bernhard Auinger das Engagement der Archive.

Für alle, die mehr über die Tätigkeit der Archive erfahren möchten, wurde ein Gewinnspiel ins Leben gerufen. Unter allen Einsendungen werden drei Goodie-Bags von den Salzburger Archiven verlost.

Mehr als nur Scannen – neue Web-Datenbank über Spängler-Haushaltsbücher

Aktuellstes Beispiel für Wissenskommunikation ist die brandneue Web-Application des Stadtarchivs: Die Ausgabenbücher des Salzburger Tuch- und Seidenhändlers Franz Anton Spängler aus der Zeit von 1733 bis 1785 sind als Volltextedition und Datenbank im Internet verfügbar. Erstmals sind damit edierte Haushaltsbücher des 18. Jahrhundert als Open-Access-Publikation verfügbar und lassen in den Alltag einer großbürgerlichen Kaufmannsfamilie blicken.

Mit ihrem Angebot im Internet kombinieren Archive analoges und digitales Archivgut. Daraus entstehen zeitgemäße, service-orientierte Plattformen und Datenbanken, die den Zugang zu historischem Material erleichtern und für Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Hier geht’s zum digitalen Angebot der Tage der Archive 2020.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit bei folgenden Einrichtungen:

  • Stadtarchiv Salzburg | Haus der Stadtgeschichte
  • Archiv der Erzabtei St. Peter
  • Archiv der Erzdiözese Salzburg
  • Archiv der Salzburger Festspiele
  • Archiv des Salzburger Landestheaters
  • Archiv der Stieglbrauerei
  • Archiv der Universität Salzburg
  • Derra de Moroda Dance Archives
  • Fotohof Archiv
  • Karajan-Archiv des Eliette und Herbert von Karajan Instituts
  • Kunst-ARCHIV-Raum der Universität Mozarteum
  • Leopold-Kohr-Archiv
  • Literaturarchiv Salzburg
  • Salzburger Landesarchiv
  • Salzburger VolksLiedWerk