Zehn Archive in der Stadt Salzburg begehen gemeinsam den „Internationalen Tag der Archive“ und öffnen ihre Speicher und geben Einblick in die Arbeit dieser Kultur- und Wissenseinrichtungen: Was sonst verborgen in den Depots lagert wird nun drei Tage lang der Öffentlichkeit präsentiert. Die Tage der Archive laden ein, historische Kostbarkeiten zu besichtigen oder den Archivar*innen bei der Arbeit über die Schulter zu blicken. Archive speichern und sammeln nicht nur Wissen, sie sind auch zentrale Wissensvermittler und damit wichtige Institutionen in der Wissensstadt Salzburg.

„Die Tage der Archive rücken den Fokus auf die wichtige Arbeit der Archive und zeigen das breite Tätigkeitsfeld. Die Archive in der Stadt Salzburg sind moderne Dienstleister und Kompetenzzentren. Bei den Tagen der Archive können sich Salzburger*innen davon überzeugen“, lädt Peter F. Kramml, Leiter des Stadtarchivs, stellvertretend für die teilnehmenden Archive, ein.

Einblicke in das breite Spektrum der Archivarbeit

Alte Dokumente, wertvolle Objekte, Bücher oder Fotografien, die von vergangenen Zeiten erzählen, lagern in den Archiven. Dort werden sie entsprechend aufbewahrt, restauriert und für die Nachwelt aufgehoben. Besondere Archiv-Dokumente werden auch digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Die Archive öffnen in den kommenden drei Tagen ihre Türen und erklären anhand ihrer vielfältigen Bestände, dass es eine Welt vor dem Internet gab und diese sich auch gedreht hat. Es ist Ziel der Wissensstadt Salzburg, diese unbezahlbaren Wissensschätze allen zugänglich zu machen und ihre Bedeutung zu vermitteln“, so Christine Tyma, Projektleiterin Wissensstadt Salzburg. Geboten werden Vorträge, Führungen und Workshops zu vielen spannenden Themen.

Der Leiter des Stadtarchivs, Peter F. Kramml, erklärt die Wappen einer Urkunde.

Der Leiter des Stadtarchivs, Peter Kramml, erklärt die Wappen einer Urkunde.

Von der Zauberflöte, Neuen Medien und berühmten Studierenden

Zugang in die Restaurierwerkstätte und Handbuchbinderei gibt es im Salzburger Landesarchiv. Das Literaturarchiv gibt Einblick in die Arbeit von Autor*innen und lädt zur Lesung. Das Stadtarchiv präsentiert sein digitales Angebot und gibt einen Rückblick auf 40.000 Jahre Entwicklungsgeschichte der Schriftmedien.

Die Archivalien der Salzburger Festspiele erzählen aus fast 100 Jahre Festspielgeschichte, mit Schwerpunkt auf „Die Zauberflöte“. Die Universität Mozarteum lässt tief in ihre Vergangenheit blicken und bietet Studienblätter, Personalakten und Fotos von berühmten Studierenden und Lehrenden. Auch das Archiv der Universität Salzburg zeigt die interessante Universitätsgeschichte.

Von Stefan Zweig, Fotografie und Ahnenforschung, bis hin zu Stille Nacht

Das Fotohof Archiv informiert über die Bearbeitung von künstlerischen Fotografien sowie den Umgang mit Negativen. Das Archiv der Erzabtei St. Peter und der Erzdiözese Salzburg nehmen die Besucher*innen mit, in die Zeit der Uraufführung des weltberühmten Weihnachtslieds „Stille Nacht Heilige Nacht“. Beim Workshop „Back to the roots“ kann man seine eigene Familiengeschichte erforschen. Mit der Präsentation der Plattform „Stefan Zweig digital“ stellt das Literaturarchiv eine wesentliche Ergänzung zu den gedruckten Werken des Bestsellerautors vor.

Das gesamte Programm zu den Tagen der Archive gibt’s entweder hier zum Lesen oder in unserem Kalender.