Die Tage der Archive stehen vor der Tür und für alle, die immer noch rätseln, was es da zu sehen gibt oder wohin man am besten gehen soll, haben wir die Highlights zusammengefasst:

Hinter die Kulissen

Die Tage der Archive gewähren Einblicke, wo normalerweise kein Zutritt erlaubt ist. Im Salzburger Landesarchiv gibt es die Gelegenheit den Profis der Restaurierwerkstatt bei ihrer Arbeit über die Schulter zu blicken und so mehr über ihre besondere Tätigkeit zu erfahren. Eine Führung durch die Ausstellung „Anschluss, Krieg & Trümmer – Salzburg und sein Museum in Nationalsozialismus“ verrät Details aus der Konzeption der Ausstellung und vermittelt die Bedeutung des Museumsarchivs. Die Kunstuniversität Mozarteum trägt nicht nur einen bekannten Namen, sondern hat auch einige prominente Absolvent*innen und Lehrende. Im Kunst-ARCHIV-Raum der Uni Mozarteum kann man richtig schön in alten Studienblättern und Personalakten schmökern.

Salzburg und Mozart

An ihm führt in Salzburg kein Weg vorbei: Wolfgang Amadeus Mozart. Dennoch die Archive wissen noch ein paar Geschichten über das einstige Wunderkind zu erzählen, die noch nicht allgemein bekannt sind.

Mozart und sein Vater Leopold hatten eine enge Verbindung zur Universität Salzburg. Das Uni-Archiv besitzt hier selten gezeigte Belege, bildliche Darstellungen und Notenabschriften, die es bei einer Führung zu sehen gibt. Was wären die Salzburger Festspiele ohne Mozart: Eine Führung durchs Festspielarchiv legt besonderes Augenmerk auf Mozarts „Die Zauberflöte“ und gewährt Einblick in fast 100 Jahre Salzburger Festspiele.

Stillleben in der Restaurierwerkstatt.

Stillleben in der Restaurierwerkstatt.

Das Wissen liegt so nah

Manch Wissenswertes ist nicht in Gebäuden verborgen, sondern liegt direkt auf der Straße. Zwei Spaziergänge mit dem Stadtarchiv führen an besondere Plätze, wo starke Frauen ihre Spuren hinterlassen haben oder zu Mahnmählern gegen den Nationalsozialismus.

Nicht auf der Straße, aber in unserer Hosentasche – nämlich auf dem Smartphone – haben wir Zugriff auf die zahlreichen Online-Ressourcen der Archive. Das digitale Angebot des Stadtarchivs wächst: Geschichten aus vergangenen Zeiten finden sich im Audiovisuellen Atlas, Infos zu den damaligen Bewohner*innen in den Bürgerbüchern und Biografien zu den Namensgeber*innen der heutigen Straßennamen gibt’s ebenfalls online. Das Literaturarchiv präsentiert außerdem die Internetplattform Stefan Zweig digital, auf der sich alles rund um den Bestsellerautor dreht.

Stille Nacht – Heilige Nacht

Weihnachtslieder im Juni? Heuer ist das erlaubt, denn das berühmteste Weihnachtslied der Welt feiert 200. Geburtstag. Deshalb stimmen das Archiv der Erzabtei St. Peter und das Archiv der Erzdiözese Salzburg für die Jahreszeit ungewöhnliche Klänge an und nehmen die Besucher*innen mit in die Zeit der Uraufführung von „Stille Nacht – Heilige Nacht“.

Auch einige Kuriositäten gibt es in den Archiven zu entdecken.

Auch einige Kuriositäten gibt es in den Archiven zu entdecken.

Zeitreise in die eigene Vergangenheit

Die Suche nach den eigenen Wurzeln ist auch in der heutigen schnelllebigen Welt nicht außer Mode gekommen. Familien- und Ahnenforschung oder Haus- und Hofforschung liegen im Trend. Die Expert*innen aus dem Salzburger Landesarchiv und dem Archiv der Erzdiözese Salzburg wissen, wie’s geht und worauf bei der Recherche zu achten ist.

Für Spezialist*innen

Freund*innen der Literatur und Liebhaber*innen der Fotografie finden mit dem Literaturarchiv und dem Fotohof zwei Kompetenzzentren in Salzburg. Im Fotohof gibt’s Hintergrundinfos zur aktuellen Ausstellung „Hans Rustler: Musterbilder“ und Einblicke in die Arbeitsschritte im Fotoarchiv. Original Manuskripte berühmter Autor*innen zählen sicher zu den Highlights im Literaturarchiv, außerdem zeigt eine Führung wie Schriftsteller*innen arbeiten.

Dem geschriebenen Wort widmet sich auch ein Vortrag im Stadtarchiv, der einen Überblick über 40.000 Jahre Entwicklungsgeschichte der Schriftmedien – von der Höhlenmalerei bis zum Computer – gibt.

 

Das vollständige Programm für die Tage der Archive 2018 gibt’s hier.

 

Das waren die Tage der Archive 2017: