Die Stadtgemeinde Salzburg hat ab 1.1.2019 eine eigene Stelle für Wissen und Innovation in der Magistratsdirektion. Wissensbasierte Stadtentwicklung und Wissenskommunikation werden als kommunale Aufgaben festgeschrieben. 

„Wissen war und ist entscheidend für die Gestaltung der Zukunft. Es ist ein Gut, dessen Wert sich durch Gebrauch und Teilen erhöht. Genau das gilt es zu tun, damit unsere Stadt ein pulsierender Wissensstandort bleibt. Mit der Schaffung einer eigenen Stelle hierfür in der Stadtverwaltung setzen wir den nächsten Schritt in die Zukunft Salzburgs als innovative Wissensstadt“, kündigt Bürgermeister Harry Preuner an.

Die Wissensstadt Salzburg wird zur kommunalen Aufgabe: Was 2009 mit dem Erfassen der Wissenseinrichtungen in der Stadt Salzburg begonnen hat, vier Jahre lang als abteilungsübergreifendes Projekt geführt wurde, hat sich zu einem ganzheitlichen Auftrag für die Stadtgemeinde Salzburg entwickelt und wird, wie es der Gemeinderatsbeschluss vom 12.12.2018 vorsieht, durch die institutionelle Verankerung in der Stadtverwaltung nun fixer Aufgabenbestandteil der Stadtgemeinde.

Magistratsdirektor Martin Floss begrüßt den Beschluss:

„Als erste Stadtverwaltung Österreichs machen wir uns den Umgang mit der Ressource Wissen zur übergeordneten Aufgabe, denn Wissen und Innovation machen nicht vor Ressort- oder Abteilungsgrenzen halt. Die Stabsstelle ist Ansprechpartnerin für innovative, wissensbasierte Projekte innerhalb des Magistrats, aber auch Schnittstelle nach außen in die Wissenseinrichtungen und die Bevölkerung. Mit der institutionellen Verankerung sprechen wir uns ganz klar für einen starken Wissensstandort Salzburg aus.“

Zusammengefasst zählen wissensbasierte Stadt- und Standortentwicklung sowie Wissenstransfer und Wissenskommunikation ab 1.1.2019 zu den zentralen Aufgaben der Magistratsdirektion, für welche der Bürgermeister ressortzuständig ist. Durch die Betrauung von Christine Tyma mit diesen Aufgaben wird ein reibungsloser Übergang ohne Wissensverlust ermöglicht.

Verwaltung und Politik ziehen an einem Strang in Sachen Wissen: „Die Chancen und Möglichkeiten für den Wissensstandort wahrzunehmen und gemeinsam seine Weiterentwicklung voranzutreiben, werden die Herausforderungen für die Zukunft. Das geht nur mit der Bündelung aller Kräfte innerhalb der Stadtverwaltung und zusammen mit der Stadtpolitik“, ist sich Christine Tyma bewusst. „Der Beschluss des Gemeinderats vom 12.12.2018 gibt uns dafür Rückenwind.“

Wissensstadt Salzburg Wissen Innovation

Magistratsdirektor Martin Floss (li.), Christine Tyma und Bürgermeister Harald Preuner setzen auf Wissen und Innovation.

Wissensbasierte Stadt- und Standortentwicklung

In den vergangenen Jahren hat sich die Wissensstadt Salzburg von einem Projekt hin zu einer Marke und einem ganzheitlichen Auftrag für die Stadtgemeinde Salzburg entwickelt. Wissen und Innovation meint nicht nur Bildung, Forschung und Wirtschaft, auch die Stadt als Ort des Wissensaustauschs nimmt künftig immer mehr an Bedeutung zu.

„Es geht darum, den Faktor Wissen in allen Entscheidungen zur Stadt- und Standortentwicklung zu berücksichtigen. Damit werden Räume und Areale geschaffen, in denen Kooperationen entstehen und neue Ideen umgesetzt werden. Positives Beispiel ist die Science City Itzling, für deren langfristige Entwicklung 2017 die stadtplanerischen Weichen gestellt wurden“, ist Bürgermeister Harald Preuner überzeugt.

Wissenstransfer und Wissenskommunikation

Egal ob Unterstützung für Startups, Tage der Archive, Mini Maker Faire, Science meets Fiction Festival, MINT-Förderprogramm für Kinder oder die Weiterentwicklung der Science City Itzling – das Wissen in der Stadt hat viele Gesichter. Damit die Salzburger*innen davon erfahren, selbst Wissen tanken und austauschen können, setzt die neue Stelle auf Wissenstransfer und -Kommunikation.

Durch die Vielzahl an Einrichtungen ist in der Stadt ein vielfältiges, komplexes Wissen verfügbar. Mit Kooperationen, Initiativen und neuen Veranstaltungsformaten sollen möglichst viele Menschen davon profitieren. Es geht um den Transfer und das Vermitteln von Wissen, aber auch um das Aufzeigen von neuen Problemlösungen. „Ein offenes Ohr für unkonventionelle Ideen, flexibles Agieren und das Umsetzen innovativer Maßnahmen zeichnen die neue Stelle aus“, fasst Christine Tyma zusammen.

Alle Details zur neuen Stelle in der Stadtverwaltung gibt’s im Amtsbericht zum Nachlesen.

Rückblick – die Anfänge der Wissensstadt Salzburg

Das Ziel, die Stadt Salzburg als Bildungs- und Wissenschaftsstandort weiterzuentwickeln, wurde erstmals im Parteienübereinkommen für die Amtsperiode des Gemeinderates der Landeshauptstadt Salzburg 2009 bis 2014 niedergeschrieben. In dieser Funktionsperiode wurden die Angebote der Wissenseinrichtungen erhoben, Potentiale, Ziele und Maßnahmen ausgearbeitet und in Form von zwei Berichten veröffentlicht.

Im Jahr 2014 wurde das abteilungsübergreifende Projekt Wissensstadt einstimmig im Stadtsenat beschlossen und weitere Maßnahmen gesetzt, um die Stadt als Wissensstadt zu etablieren. Als Projekt realisierte die Wissensstadt Salzburg in Zusammenarbeit mit anderen Magistratsabteilungen und Einrichtungen vor allem Investitionen und Kooperationen, vernetzte sich mit anderen Wissenseinrichtungen und arbeitete inhaltlich am Profil als Wissensstadt.

Als gemeinsame Großprojekte innerhalb der Stadtverwaltung wurden die Weiterentwicklung der Science City Itzling und das Kreativzentrum Rauchmühle auf den Weg gebracht.

Für die mehr als 500 Einrichtungen, die an der Schnittstelle Kultur, Wissen und Wirtschaft angesiedelt sind, hat sich die Marke „Wissensstadt Salzburg“ in den vergangenen Jahren als Dach und Vernetzungsstelle etabliert. Das Wissen in der Stadt Salzburg soll für alle Salzburger*innen nach außen hin sichtbar und nutzbar sein. Um dies zu verwirklichen wurden gemeinsame Veranstaltungen und Projekte durchgeführt (z.B. Wissenstage, Wissensmonat, Tage der Archive, Mini Maker Faire, Maker Days, Science meets Fiction Festival, MINT-Workshops, Studierenden-Welcome, etc.).